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1953 – 1962

Jänner 1953
Auf Initiative von Dr. Hans Wollinger treffen sich Akademiker verschiedener Berufsgruppen,
um einen Großakademikerverband bürgerlicher Richtung – aber ohne eine Parteibindung – ins Leben zu rufen.

Dr. Hans Wollinger

29. Mai 1953
Gründungsversammlung des Österreichische Akademikerbund am Stalinplatz 11 in Wien
Gründung durch Prof. Dr. Reinhard Kamitz: „ … Allen Akademikern, gleich welcher fachlicher Richtung, wollen wir jenes Klima der Freiheit schaffen, das sie aus dem kollektivistischen Getriebe herauslöst und ihnen erst den freizügigen und selbständigen Wirkungskreis bietet, den sie brauchen.” (Auszug aus seiner Programmatische Rede)

Die Gründung des AB erfolgte in einer Zeit, die noch ganz unter den Auswirkungen des zweiten Weltkrieges stand: Österreich war vierfach besetzt und konnte erst im Mai 1955 durch den Staatsvertrag seine Freiheit wieder erlangen.

Mit Leopold Figl und Julius Raab standen zwei Persönlichkeiten an der Spitze, die Einmaliges leisteten und so nicht nur zu Symbolenfiguren Österreichs, sondern auch des Akademikerbundes wurden. Ihre ideale Ergänzung fanden sie in dem Wirtschaftswissenschaftler Kamitz – einem Proponenten des liberalen und weltoffenen Flügels der Volkspartei -, den Raab als Finanzminister in seine Regierung nahm. Mit ihrem legendär gewordenen „Raab-Kamitz-Kurs“ ermöglichten sie das Österreichische Wirtschaftswunder.

Kabinett Raab 1

Unmittelbarer Anlass zur Installierung des Akademikerbundes waren folgende Faktoren: zum einen die Gründung des BSA durch die Sozialistische Partei, dem es innerhalb kürzerster Zeit gelang, in die sogenannte A-Schicht einzubrechen und die mit dem linken Lager sympathisierenden Akademiker nahezu lückenlos zu erfassen. Darüber hinaus wollte man den Zugang zu jenen Akademikern gewinnen, die das liberale Element in der bürgerlichen Gesellschaft bildeten und sich in der Volkspartei selbst mit ihrer starken Bindung zur katholischen Kirche nicht wohl fühlten. Und schließlich wollte man jene ehemaligen Nationalsozialisten gewinnen, die einen glaubhaften Gesinnungswandel vollzogen hatten. Aufgabe des AB sollte es sein, eine Vordenkerrolle einzunehmen und unbelastet von Parteiaktivitäten an den Ausformungen des demokratischen Rechtsstaates mit zu arbeiten.

6. November 1953
Zweite Sitzung des Sozialreferates des Österreichischen Akademikerbundes im Haus der Kaufmannschaft in Wien.
Dr. Walter Riehl wird zum Vorsitzenden, Dr. Margarethe Hubinek zur Geschäftsführerin dieses Referates ernannt.
Gründung und Herausgabe der 1. Nummer der Zeitschrift des Österreichischen Akademikerbundes “der akademiker” durch Chefredakteurin Dr. Margarethe Hubinek

“der akademiker”. Jhg.1, November 1953, Chefred. Dr. Margarethe Hubinek

18. November 1953
Der Österreichische Akademikerbund wird von der ÖVP-Bundesparteileitung als Zweckverband der ÖVP anerkannt.

4. Dezember 1953
Der ÖAB beschließt, die bestehenden und der ÖVP nahe stehenden Akademikerverbände als Landesgruppen möglichst schnell zu konstituieren.

10. Juni 1954
Zusammentreffen mit Bundeskanzler Ing. Julius Raab beim Kürassier Hengl

11. Juni 1954
Erste Delegiertenversammlung
Erster Präsident BM Prof. Dr. Reinhard Kamitz – geschäftsführender Präsident Dr. Hans Wollinger – Vizepräsidentin Dr. Stefanie Danielski
Errichtung von Berufsreferaten: Prim.Dr. Karl Eberle für Ärzte, Dr. Leo Indra für Wirtschaftstreuhänder, Dr. Robert Henschel für Rechtsanwälte, DI Otto Nobis für Architekten, DI Franz Kührer für die Privatwirtschaft, Dr. Hans Groß für Selbständige und Dr. Karl Kehrer für den öffentlichen Dienst.

Präs.BM Dr. Kamitz, gf.Präs. Dr. Wollinger

Großkundgebung im Auditorium Maximum der Universität Wien
Bundeskanzler Ing. Julius Raab, BK a.D. Außenminister Ing. Leopold Figl, BM f. Handel u. Wiederaufbau DDDr. Udo Illig, Unterrichtsminister Dr. Ernst Kolb, Nationalratspräsident BM a.D. Dr. Felix Hurdes, k.u.k.Minister a.D. Dr. Eduard Ludwig werden zu Ehrenpräsidenten des Akademikerbundes ernannt.

12. Juni 1954
Einweihung der neuen Räumlichkeiten auf der Freyung 2 in Wien durch den erzbischöflichen Koadjutor Dr. Jachym und anschließender Empfang beim Bundeskanzler

Herrengasse 14 – Freyung 2
Porträt eines sonderbaren Hauses
Die meisten Wiener kennen bewusst nur den Durchgang. Der verbindet die Herrengasse mit der Freyung. Ein Durchhaus also, es gibt viele in Wien, mehr als in anderen Städten, wenn auch nicht so eigenartige wie dieses. Zwischen schweren geschnitzten Türflügeln klafft das Halbdunkel. Eine dämmerige säulengetragene Vorhalle führt in den kleinen sechseckigen Lichthof unter dem Glasdach. Die Stockwerke hinauf der Rhythmus der Rundbogenfenster. In der Mitte ein Brunnen wie ein überdimensionierter Tafelaufsatz längst abservierter Galadiners. Staub auf den Bronzestatuetten und dem Zierat, Staub im leeren Becken. Mattes Licht, durch halberblindete Fenster der Blick auf die Geländerüberschneidungen eines ebenfalls gedeckten Treppenhauses.
In all dem Winkelwerk ringsum Nistplätze untergründiger Phantastik, Tristesse einer verschatteten Ringstraßenstimmung, Piranesi-Veduten der Franz-Josephs-Ära. Kein Maler der Wiener Schule hat sie entdeckt, auch Heimito von Doderer nicht. Schade, gerade ihn hätte das planvolle Stiegengewirr faszinieren müssen, das in surrealer Verstrebung hinter allen Mauern aufsteigt. Dabei die ganze Szenerie eigentlich unwienerisch, dieser Durchgang könnte sich in Triest befinden, nahe beim Hafen, oder in Prag, auf dem Schulweg des Gymnasiasten Franz Kafka.
Ein Haus mit magischem Eigenleben, nur die Passage scheint dem Alltag dienstbar zu sein. Fragment eines Basarviertels mit schmalbrüstigen Läden, Werkstätten und verschalten Türen. Kleine Karyatiden stützen neongrellen Verfall, greifen mit Bronzehänden in bröckelnden Stuck. Gegen die Helligkeit von der Freyung her zeichnet sich das Spitzenmuster des Eisengitters ab.

Misstrauisch mustert die Kräutlerin den Passanten, der stehen bleibt, ein Säulenkapitäl, einen Mauerbogen genauer betrachtet. Ihr eigener Blick ist durch die Gewohnheit abgestumpft, verkauft sie selbst doch ihre Krauthappeln, Salatplätschen und Schnittlauchbündel im feudalsten Laden, den ein Wiener Grünzeughändler je hatte: dunkelrot-goldfarbene Samttapeten bedecken die Wände. Ein Salon für Weichholzborde, Gemüsesteigeln und Stanitzeln. Sonderbare, ja groteske Umkehrung der Zweckbestimmung, ein Verfremdungseffekt im Greißlermilieu.

Sie wundert sich, die Kräutlerin. Was gibt’s denn schon viel zu sehen an diesem verwahrlosten Transit-Tunnel, an dem ganzen großen Bau? „Altersgrau“ würden ihn die Fremdenverkehrs-Feuilletonisten nennen.

„Ein frühes Werk Heinrich von Ferstels“, sagen die Kunsthistoriker. „Als architektonische Einzelschöpfung und zur Wahrung des Gesamtcharakters im Viertel Herrengasse-Freyung durchaus erhaltenswert.“

Dagegen der Kommentar eines Herrn, der seit Jahr und Tag im Haus Herrengasse 14 amtiert: „Ich bitt’ Sie, dieser Stilmischmasch aus dem vorigen Jahrhundert! Und in diesem Erhaltungszustand!“

Die Denkmalpfleger kontern, mit der Feineinstellung aus der Nomenklatur der Stilkunde, sie lautet: romantischer Historismus. Und für diesen romantischen Historismus ist Ferstels Bau – patriarchalischen Jahrgängen noch als „Österreichisch-Ungarisches Bankgebäude“ bekannt – ein markantes, wenn nicht sogar das markanteste Beispiel auf Wiener Boden. Ganz gewiss aber das eigenartigste.

Als Ferstel Anno 1865 die Konkurrenz gegen so bedeutende Mitbewerber wie Hansen, Siccardsburg und Van der Nüll gewann, hatte er eben die Grundsteinlegung der Votivkirche hinter sich. Für das profane Projekt wählte er wohl den „romanischen Styl, den blühenden Vorgänger der strengeren Gothik“, schloss aber mit der Dominante des Rundbogens in freier, phantasievoller Entfaltung die verschiedensten Elemente zusammen: orientalische Einflüsse, gotisches Maßwerk, Formen der italienischen Renaissance, ja sogar barockisierende Stuckornamente.

Ringsum fielen die Basteien, während in der Herrengasse an Stelle geschleifter alter Häuser – von denen eines drei Stockwerke tief unterkellert war – der Komplex emporwuchs, der Bank, Börse und Basar in sich vereinigen sollte. Zwangsläufig hatte der Architekt sich für einen unregelmäßigen Grundriss entschieden. In der Herrengasse und der Strauchgasse konnte er langgestreckte Fronten entwickeln, auf der Freyung aber schnürte ein Eckhaus auf der einen und das Palais Harrach auf der anderen Seite den Baukörper in die Schnürbrust der Gegebenheiten. Dort kommt uns der Meister fast venezianisch und zieht die Fassade in Hochformat.

1860, also in der frühesten Phase der Ringstraßenepoche, war das Bankhaus vollendet. Zu den ersten Besuchern zählte Adalbert Stifter, tief beeindruckt schrieb er an Ferstel einen Brief, in dem er um eine Unterredung bat. Vielleicht sind sie einander wirklich begegnet, der große Dichter des alten Österreich und der bedeutende junge Baukünstler des damaligen „Neu-Wien“.

Auch heute noch, trotz Staub, Patina und desolater Verwahrlosung, ist vieles kennzeichnend für die Anregungen, die der Architekt dem Handwerk und den dekorativen Künsten gab. Eine besondere Bewandtnis hat es zum Beispiel mit dem filigranen Eisengitter beim Ausgang zur Freyung: Es ist die erste geschmiedete Eisenarbeit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Wien, nach einer langen Periode des Gusseisens. Der Schlossermeister, den Ferstel heranzog, konnte den Auftrag nicht von seinen eigenen Leuten ausführen lassen, deshalb fertigten Silberschmiede das Gitter.

Fassadenplastiken auf luftiger Höhe über der Herrengasse und der Strauchgasse symbolisieren die zwölf Nationen der Monarchie, in Lederhose, Kalpak, oder Hirthut, jede der Gestalten eben „landesüblich“ gekleidet, wie auf alten Tarockkarten. Hans Gasser hat sie gemeißelt. Er war „Tüchtig“, wie man damals sagte, und hatte viel zu tun. So produzierte er eben auch jene kleine vaterländische Musterkollektion.

Für den Bronzebrunnen in der Passage aber hatte sich Ferstel die Mitarbeit Anton Dominik Fernkorn gesichert. Nach einem Entwurf des Architekten modellierte und goss der kongeniale Plastiker das hübsche Werk für Herrengasse 14: den Nixenreigen rund um eine Säule mit geschwungenem Becken und der bekrönenden Figur des Donauweibchens. „Nicht viele Wiener Brunnen stehen so lauschig wie dieser“, rühmte ein Biograph Fernkorns. Er konnte nicht ahnen, dass sich gerade in jenem „idyllischen Winkel“ ein Drama vollenden sollte: Am Abend seiner endgültigen Entlarvung als Spion versuchte Oberst Alfred Redl vom nahen Hotel Klomser durch den Basar zu flüchten. Da sah er, dass ihm auf der Freyung bereits einige Generalstäbler den Weg abschnitten …

Das war 1913. Und da liegt der Ansatzpunkt für weitere Reminiszenzen. Ein Türstaffel, der sozusagen zur inoffiziellen Gedenktafel avancierte – auch dieses wohl einmalige Kuriosum gibt es in dem Ferstel-Palast. Freilich deckt nun ein Kokosläufer die Steinplatte mit der Inschrift „EINGANG – CAFE CENTRAL“ bei einer Seitenpforte. Man forscht nach den Spuren jenes Parnass der Marmortischerln, jenes Forums mit Melange, Kaisersemmeln und Kredit beim Ober.

Man prüft, was noch blieb von der einstigen Residenz der Zelebritäten, dem Jagdrevier der Schnorrer. Wie es dort aussah und zuging, als sich Karl Kraus, Peter Altenberg und Egon Friedell trafen, ist sehr oft geschildert worden (Altenberg gab das Café Central sogar als Adresse an, so heimisch fühlte er sich darin), in neuester Zeit von Rudolf Forster in dessen Autobiographie. Der mittlerweile verstorbene Schauspieler war einer der letzten Stammgäste.

Heute erinnert der Innenhof unter dem hohen Glasdach, das einstige Sanctuarium des „Central“, eher an ein Depot. Nur das Licht ist wohl das gleiche geblieben, diese fahlgraue, gestaute und dennoch behaglich abgekapselte Atmosphäre, in der echte Kaffeehausmenschen aufleben. Ansonsten: zusammengeschobene, alte Schränke, zerlegte, aufgeschichtete Holzvertäfelung, Makulaturstapel. Ein einziges Marmortischerl mit zersprungener Platte, vielleicht Graffel, vielleicht Relikt. Kann sein, dass daran Literaturgeschichte gemacht wurde, wer weiß das.

In einem Teil des Oberschosses war Anno Central übrigens die Notendruckerei der Österreichisch-Ungarischen Bank untergebracht, und der dumpfe Rhythmus der Maschinen untermalte die erregten Debatten. Im ersten Stock entstand also das Geld, das man zu ebener Erde schuldig blieb.
Das zeigerlose Zifferblatt an einem Pfeiler gibt die permanente Sperrstund’ an.

Eine provisorische Wand aus Dämmplatten trennt diesen Raum von der breiten Treppe zum einstigen Börsensaal. Flache Stufen für bequemes Emporschreiten konstruiert wie später bei den Bauten Otto Wagners. Die hohe Halle, die man nun betritt, ist Old England, in der Herrengasse versetzt. Ratsherren, Reeder oder Lordoberrichter würden gut in diese Szenerie passen. Riesige Metallluster schweben herab, darüber vielfach verstrebtes, braungoldenes Gebälk und Gespärre des offenen Dachstuhles, wie aus den Holzteilen alter Segelschiffe zusammengefügt. Eine bunte Galionsfigur hoch oben weist Kurs in Richtung Michaelerplatz. An den Wänden aber frisst sich der Mauerkrebs des Verfalls in die farbigen Ornamentleisten.

Eine andere Treppe führt zum ehemaligen Sitzungssaal der Österreichisch-Ungarischen Bank: ein Zimmer in Prachtausgabe, ein feudaler Salon für die Magnaten der Finanzpolitik. Unverändert in nobler Gediegenheit der Ledertapeten und der Edelhölzer. Das Bildnis des jungen Kaisers Franz Joseph ober dem Kamin überdauerte Geschichte und Zeitgeschichte. Seit Jahren hält hier der Österreichische Akademikerbund seine Diskussionen ab. Unter den Wappen der Königreiche und Kronländer, die aus dem braunen Dämmer der Eichendecke aufleuchten, entspinnt sich der Dialog mit dem Heute.

Zwischen Herrengasse und Freyung tut sich eine Welt rätselhafter Stimmungen und eingesargter Erinnerungen auf.
Wie lange noch? Die Besitzer, eine Realitätengesellschaft, hätten den Ferstel-Palast schon längst ohne Bedenken geopfert. Das konnte zum Glück verhindert werden. Nun hört man von Plänen, den Trakt zur Freyung hin samt dem Basar abzutragen. Nur ein fauler Kompromiss oder ein Schachzug nach der Salamitaktik? Gnadenfrist für die anderen Teile, die man dann nach und nach für baufällig erklären könnte? Verständnisloser Kommerz will wieder einmal die Demolierer herbeiholen. An den Denkmalpflegern liegt es, sie energisch zurückzupfeifen.
Gunther Martin

12. Oktober 1954
Versammlung im Festsaal des Alten Rathauses zu Wien
Präsident BM Prof. Dr. Reinhard Kamitz – geschäftsführender Präsident Dr. Hans Wollinger – Vizepräsidentin Dr. Stefanie Danielski – Generalsekretär wHR Dr. Roderich Walter
5 Mitglieder des AB werden für den Wiener Landtag nominiert

3. Dezember 1954
Empfang von BM Dr. Reinhard Kamitz anlässlich der Aufnahme des Clubbetriebes auf der Freyung 2 mit NRPräs. Dr. Hurdes, BM Ing. Figl und Thoma, Staatssekr. Graf und Dr. Bock, LH Dr. Karall, LHStv. Ing. Kargl, GS NRAbg.Dr. Maleta, LPO NRAbg. Polcar, Präs. Dr. Joham und Kink, GD Demelmayer, Dr. Landertshammer, Mayer-Gunthof und Oberegger, GS Dr. Thausing und Präs.Dr. Hryntschak.

 

GD Dr. Joham mit ÖVP-GS NAbg.Dr. Maleta

9. Dezember 1954
Enquete mit LH a.D. Dr. Arnold Sucher zum Gehaltsgesetzentwurf

31. Jänner 1955
Vortrag zum “Abbau der Staatsallmacht” im Club von Rektor Univ.Prof.Dr. Walter Heinrich

15. Februar 1955
NRAbg.Univ.Prof.Dr. Franz Gschnitzer referiert im Club über die “Grenzen der Demokratie”

9. März 1955
1. Kultur-Enquete unter dem Vorsitz von Präs.BM Dr. Reinhard Kamitz mit Nationalratspräs. Dr. Felix Hurdes, BM Dr. Heinrich Drimmel, Präs. Lauda, Präs. Mayer-Gunthof, NRAbg.Dr. Koren, NRAbg.Dr. Toncic, GD DDr. Lorenz, Dr. Stefanie Danielski, Univ.Prof.Dr. Meister, Univ.Prof.Dr. Gschnitzer, Univ.Prof.Dr. Schima, Prof. Holzmeister, Prof. Schreyvogel, MR Dr. Marboe, Dr. Witeschnik und LSI Dr. Rotter

“Der Akademiker”, 3.Jahrgang, Nr.3, März 1955, Chefredakteur Dr. Peter Goetz

25. Mai 1955
Vortrag von NRAbg.Dr. Lujo Toncic-Sorinj mit dem Thema “Die neue internationale Stellung Österreichs”

17. und 18. Juni 1955
2. Delegiertenversammlung
Präsident BM Dr. Kamitz – gf.Präs. Dr. Wollinger – Unterrichtsminister Dr.Heinrich Drimmel und BM a.D. Dr.hc. Eduard Heindl werden Ehrenpräsidenten

10. Juni 1956
Vortrag von Nobelpreisträger Univ.Prof.Dr. Erwin Schrödinger unter dem Titel “Objektivierung”

22. November 1956
3. Bundestagung des Österr. Akademikerbundes mit einem Referat von Unterrichtsminister Dr. Drimmel. Gesellschaftsabend in den Clubräumen mit GD Dr. Habich, Dir. Weigl, GD Dr. Weninger und GD Dr. Wlasak

23. November 1956
Delegiertenkonferenz mit Neuwahl: Präsident BM Prof. Dr. Reinhard Kamitz – geschäftsführender Präsident LAbg.Dr. Hans Wollinger – Vizepräsidenten: Dr. Stefanie Danielski, Bgm.Dr. Franz Wilhelm – Bundesausschuss: Dr. Johann Thury (B), Vzbgm.Dr. Hans Amschl und Prim.DDr. Gerd Stepantschitz (Steiermark), Dr. Josef Hochleitner, BR Dr. Georg Prader (NÖ), Dr. Kurt Bauer, Dr. Karl Schulz (W), NRAbg.Dr. Walter Weißmann (K), Dr. Franz Birner (S) – Generalssekretär Dr. Georg Zimmer-Lehmann, stellvertretender Generalsekretär Dr. Jakob Wolf
Großkundgebung anlässlich der 3. Bundestagung im großen Sitzungssaal des nö.Landtages in Wien in Anwesenheit von BK Ing. Julius Raab, BM Dr. Heinrich Drimmel, BM Dr. Felix Hurdes
Großer Sitzungssaal im Niederösterreichischen Landhaus

GS Dr. Zimmer-Lehmann, BR Dr. Prader, Prim.DDr. Stepantschitz, LH Dr. Klaus, NR Dr. Maleta, Univ.Prof.Dr. Schrödinger
Ehrenpräsidenten: Erzbischof Dr. Franz König, BM Dr. Fritz Bock, GD Dr. Josef Joham, LH Dr. Josef Klaus, GD Dr. Hans Lauda, NR Dr. Alfred Maleta, Präs. Dr. Franz Mayer-Gunthof, Präs. HR Dr. Richard Meister, Univ.Prof.Dr. Erwin Schrödinger

Erwin Schrödinger
am 12.August 1887 in Wien geboren, starb am 4.Januar 1961 in Alpbach. Er promovierte 1910 am Physikalischen Institut der Universität Wien. 1920/21 wirkte er je ein Semester als Dozent in Jena, als Extraordinarius in Stuttgart und Ordinarius in Breslau. Nach seiner Berufung an die Universität Zürich lebte Schrödinger sechs Jahre in der Schweiz. In diesen Jahren veröffentlichte er eine Monographie über statistische Thermodynamik, beschäftigte sich mit der Theorie des Farbsehens und entwickelte eine neue Quantentheorie. Im Jänner 1926 entstand die “Wellenmechanik”. 1927 wurde Schrödinger als Nachfolger Max Plancks nach Berlin gerufen; als überzeugter Liberaler emigrierte Schrödinger 1933 freiwillig nach Oxford. Im gleichen Jahr wurde ihm der Physik-Nobelpreis zugesprochen. 1936 ging er nach Graz, wo er nach dem Anschluss Österreichs als erwiesener Gegner des NS-Regimes aus seinem Lehramt entlassen wurde; mittellos gelang ihm die Ausreise nach Dublin, wo er im Oktober 1939 eine neue Lebensstellung fand. In den Jahren der Emigration widmete sich Schrödinger der Anwendung und statistischen Deutung der Wellenmechanik sowie der Weiterentwicklung der Einsteinschen Gravitationstheorie zur ‘einheitlichen Feldtheorie’. Er schrieb und sprach neben Latein und Griechisch vier lebende Sprachen und fertigte viele Übersetzungen seiner Werke an. 1956 kehrte er nach Österreich zurück und verbrachte seine letzten Jahre in Alpbach, inmitten der von ihm geliebten Tiroler Berge.

10. April 1957
Tagung zum Thema “Neue Wege der Volksbildung” unter dem Vorsitz von Unterrichtsminister Dr. Heinrich Drimmel

21. Jänner 1958
Überreichung der Ehrenurkunden an die neuen Ehrenpräsidenten: Erzbischof-Koadjukator Dr. Franz Jachym, NRPräs. Dr. Alfons Gorbach, BM Ferdinand Graf, ÖR Franz Thoma, LH Dr. Heinrich Gleißner, LH Josef Krainer, Dr. Friedrich Funder

NRPräs.Dr. Gorbach, LH Dr. Gleißner, LH ÖR Krainer

23. Februar 1958
Delegiertenversammlung im Hotel “Erzherzog Johann” in Graz

30. Mai.1958
Feierstunde anlässlich des 5jährigen Bestehens des Österreichischen Akademikerbundes mit Unterrichtsminister Dr. Heinrich Drimmel

13. Dezember 1958
Delegiertenkonferenz
Präsident BM Prof. Dr. Reinhard Kamitz – Vizepräsidenten: HR Dir.Dr. Stefanie Danielski, Staatssekretär Dr. Hermann Withalm, Bgm. von Krems Dr. Franz Wilhelm – Generalssekretär Dr. Georg Zimmer-Lehmann, stellvertretender Generalsekretär Dr. Jakob Wolf – Präsidiumsmitglieder: BM Dr. Heinrich Drimmel, Univ.Prof.DDr. Leo Gabriel, Präs.Dr. Emerich Hunna

Staatssekr. Dr. Withalm, BM Dr. Drimmel

31. Jänner 1959
Ball des Österreichischen Akademikerbundes in der Wiener Hofburg mit BK Ing. Julius Raab und NRPräs. Dr. Hurdes, NAbg.Dr. Maleta

16. April 1959
Vortrag des bayerischen Finanzminister Rudolf Eberle

zurück zur Übersicht4. November 1959
Bundestagung in Linz

28. Jänner 1961
7. Delegiertenkonferenz in Wien
Präsident BM a.D. Prof. Dr. Reinhard Kamitz – Vizepräsidenten: HR Dir.Dr. Stefanie Danielski, Staatssekretär a.D. NAbg. Dr. Hermann Withalm, Dr. Franz Wilhelm – Generalssekretär Dr. Georg Zimmer-Lehmann, stellvertretender Generalsekretär Dr. Jakob Wolf – weitere Präsidiumsmitglieder: BM Dr. Heinrich Drimmel, Univ.Prof.DDr. Leo Gabriel, Sekt.Chef Dr. Othmar Penz – weitere Ausschussmitglieder: Dr. Kurt Bauer, Dir.Dr. Kurt Binder-Kriegstein, Dr. Kurt Burger-Scheidlin, Dr. Othmar Denk, Dkfm.Dr. Karlfranz Hajek, Dir.Dr. Max Kößler, Dr.Ing. Karl Oberndorfer, HR Dr. Leonhard Riemer, Dr. Rudolf Schwaiger, HR Dr. Johann Thury
Anschließend Ball in der Wiener Hofburg

April 1961

“Der Akademiker” April 1961, 9. Jahrgang, Chefred. Ladislaus Rosdy

10. Juni 1961
Arbeitstagung in Wien

8. November 1961
AB-Forum-Diskussion mit Bundeskanzler Dr. Gorbach, BM Dr. Bock, Staatssekr.Dr. Kranzlmayr und LH Dr. Gleißner

17. Februar 1962
8. Delegiertenkonferenz mit einem Kommunique zur Außenpolitik, Landesverteidigung, Kulturpolitik, Innenpolitik, Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Sozialpolitik.
Präsident BM a.D. Prof. Dr. Reinhard Kamitz – Vizepräsidenten: HR Dir.Dr. Stefanie Danielski, Staatssekretär a.D. NAbg. Dr. Hermann Withalm, Bgm.Dr. Franz Wilhelm – Generalssekretär Dr. Georg Zimmer-Lehmann, stellvertretender Generalsekretär Dr. Engelbert Schragl – Präsidialmitglieder: Sekt.Chef Dr. Othmar Denk, Univ.Prof. DDr. Leo Gabriel
Anschließend Ball in der Wiener Hofburg mit Bundeskanzler Dr. Alphons Gorbach

27. Oktober 1962
Österreichischer Akademikertag in Salzburg mit Bundeskanzler Dr. Alphons Gorbach, NRPräs. Dr. Alfred Maleta, den Bundesministern Dr. Josef Klaus, DI Eduard Hartmann u. DI Karl Schleinzer, den Landeshauptleuten ÖR Josef Krainer und DDr. Hans Lechner