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Akademikerbund begrüßt Umsetzung der neuen Universitätsfinanzierung

Der österreichische Akademikerbund zeigt sich hoch erfreut über den Beschluss des Nationalrates zur Weiterentwicklung der bisherigen Finanzierungssystematik an den österreichischen Universitäten. „Mit der Novelle zum Universitätsgesetz setzt die Bundesregierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann einen Meilenstein in der Finanzierung und Steuerung des Universitätssektors“, so Generalsekretär Mag. Maximilian Richter.

Beeindruckende Budgetsteigerung für alle Universitäten

Auf Grundlage der bereits bisher erfolgten Budgetsteigerungen wird das Universitätsbudget für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2019 – 2021 nochmals um € 1,35 Milliarden auf € 11 Milliarden ansteigen. Dadurch wird eine komplette Umstellung des universitären Finanzierungsmodells vom bisherigen Globalbudget auf ein transparentes 3-Säulen-Modell möglich. Damit verbunden sind wichtige Parameter wie größere Studierendenbezogenheit, Kapazitätsorientierung und erhöhte Planbarkeit für alle Betroffenen.
Durch die nunmehrige Aufteilung kann an den einzelnen Standorten auch zielgerichteter auf Lehre, Forschung und strategische Schwerpunktsetzungen eingegangen werden, was zu einer Verbesserung der Qualität an den Institutionen führt.

Verbesserungen bei Betreuungsrelationen
Mit dem Budgetanstieg verbunden ist aber auch eine umfangreiche Neuregelung bzw. Weiterentwicklung des bisherigen Zugangsmanagement. War der Zugang bisher eher von einer vermeintlich hohen Freiheit, aber mehr noch von einer Beliebigkeit geprägt, so sind mit dem neuen System erstmals strukturierte Rahmenbedingungen verbunden. Die neuen Regelungen sind entweder österreichweit, standortspezifisch oder individuell ausgestaltet. Neu ist das „Eignungs-Feedback“ für Studienwerberinnen und Studienwerber vor Studienbeginn. Dabei gibt es eine unverbindliche Rückmeldung über persönliche Eignung was zu einer reflekierteren Studienwahl führt.
Neu ist weiters die Ausweitung von bundesweiten Zugangsregelungen in den sogenannten Massenfächern auf die Studien Rechtswissenschaften, Erziehungswissenschaften sowie Fremdsprachen. Auf Grundlage des bisher bereits etablierten Zugangsmanagement bei Architektur, Biologie, Wirtschaft und Verwaltung sowie Psychologie und den positiven Evaluierungen wurden diese nun um die drei zusätzlichen Studien ausgeweitet. Sollte es an einem Universitätsstandort zu einer besonderen Nachfrage kommen, kann die Universität aber auch bei diesen Studienrichtungen den Zugang regeln.

Mehr Professuren, Personal & Ausstattung für bessere Lehr- & Forschungsqualität
Erfreulich sind neben den Maßnahmen zur Zugangsregelung aber auch die Vorhaben zur Verbesserung der Betreuungsrelationen während des Studiums. Mit rund 500 Professuren sowie Assistenzpersonal und entsprechender Ausstattung kann ein wahrer Investitionsboom an den Universitäten wirken.
Damit können sowohl Studierende als auch Lehrende ihr vorhandenes Potential bestmöglich abrufen und ausschöpfen, was zu einer Verkürzung der Studiendauer bei gleichzeitiger Steigerung der erfolgreichen Studienabschlüsse führen kann.

„Die innovativen und zwischen allen beteiligten Stakeholdern gut ausverhandelten Pläne zur Universitätsfinanzierung NEU sind definitiv als Paradigmenwechsel in der österreichischen Universitätslandschaft zu bezeichnen. Wissenschaftsminister Heinz Faßmann hat binnen kürzester Zeit eine eindrucksvolle Reform auf die Beine gestellt, die die Universitäten in den kommenden Jahren mit Leben füllen können“, so Maximilian Richter zusammenfassend.
Aus Sicht des Österreichischen Akademikerbundes gilt es nun, diese neuen Rahmenbedingungen an den Universitäten rasch umzusetzen, damit die erwartbaren Verbesserungen möglichst zeitnah Wirkung zeigen und zur Geltung kommen können.

Wissenschaftspolitik zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich in den Mittelpunkt politischer Überlegungen rücken

Der Beginn des neuen Jahres wurde mit einem wahren Feuerwerk an Ideen und Überlegungen zur Weiterentwicklung der österreichischen Wissenschaftslandschaft eröffnet. Der Österreichische Akademikerbund zeigt sich freudig überrascht zum nunmehrigen Meinungswechsel und der vergleichsweise klaren Positionierung von Bundeskanzler Mag. Christian Kern zu zentralen Säulen einer innovativen Hochschulpolitik. Der Generalsekretär des Österreichischen Akademikerbundes, Mag. Maximilian Richter, begrüßt diesen Richtungsschwenk: „Es ist erfreulich, wenn in der Wissenschaftspolitik auf die inhaltlich breit akzeptierte Linie des zuständigen Wissenschaftsministers eingelenkt wird. Bereits bisher hat Dr. Reinhold Mitterlehner mit zahlreichen Maßnahmen die Weiterentwicklung der Hochschul- und Forschungsstandortes Österreich nachhaltig gefördert. Die Regierungsparteien sind daher gut beraten, die bisherige Linie beizubehalten, den neuen Schwung mitzunehmen und entsprechende Maßnahmen kontinuierlich weiterzuführen.“

bisherige Wissenschaftspolitik mit wichtigen Akzenten für Innovationsstandort
Bereits in den vergangenen Jahren hat Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner einige bedeutende Projekte und Initiativen im Wissenschafts- und Forschungsbereich umgesetzt und damit zahlreiche Verbesserungen für Hochschulen, Lehrende und Studierende erreicht. Das zeigt sich an steigenden Budgets bei Universitäten (insgesamt Rekord mit über 9,7 Milliarden Euro für die aktuelle Dreijahresperiode) und Fachhochschulen (50.000 Studienplätze) sowie in der steigenden Forschungsquote von über drei Prozent. Mit der weiteren Erhöhung des FWF-Jahresbudgets werden die Universitäten in den kommenden Jahren zusätzlich profitieren und entsprechende inhaltliche Schwerpunkte setzen können. Schließlich stehen den Universitäten in der aktuellen Leistungsvereinbarungsperiode 2016-2018 im Rahmen der Hochschulraum-Strukturmittel gesamthafte Mittel von 97,5 Millionen Euro zur Anschubfinanzierung von Kooperationsvorhaben zur Verfügung. Damit wird ein zusätzlicher Beitrag zu einem in Lehre und Forschung abgestimmten Hochschul- und Forschungsraum geleistet. Das entspricht sowohl den Zielsetzungen des Universitätsentwicklungsplans, als auch einer leistungsorientieren Budgetmittelvergabe.

zentrale Herausforderungen ohne ideologische Scheuklappen gemeinsam lösen
Neben der kontinuierlichen Steigerung des FH-Budgets ist gerade die deutliche Erhöhung des Universitätsbudgets von besonderer Bedeutung. In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der Studierenden um knapp 100.000 angestiegen. Damit sind wiederrum Herausforderungen in der Betreuungsrelation, Drop-Out-Zahlen und Prüfungsaktivitäten verbunden: Derzeit belegen 57,4% der Studierenden nur 20 der 160 möglichen Studienrichtungen, gleichzeitig sind von den 280.000 inskribierten Studierenden nur 192.000 prüfungsaktiv.
„Das zentrale Ziel des Wissenschaftsministers, nämlich bestmögliche Studienbedingungen durch nachhaltige Verbesserung der Betreuungsrelation und Senkung der Studienabbrüche ist absolut nachvollziehbar und wird vom Akademikerbund unterstützt,“ führt Maximilian Richter weiter aus. „Leistung muss sich auszahlen. Dafür muss man einiges an Zeit und Aufwand investieren, gleichzeitig ist es auch die Aufgabe der Einrichtung, bestmögliche Rahmenbedingungen für einen zügigen und erfolgreichen Studienverlauf zu schaffen.“

Akademikerbund für rasche Umsetzung der Mitterlehner-Pläne zur Studienplatzfinanzierung
Eine bestmögliche Abstimmung innerhalb des österreichischen Hochschulsystems mit strukturierten Studienangeboten, verbesserte Durchlässigkeit sowie soziale Absicherung und Stärkung der Mobilität sind zentrale Säulen des strategischen Prozesses „Zukunft Hochschule“. Mit diesem breiten Profilbildungsprozess soll unter Einbindung der hochschulischen Stakeholder auch die inhaltliche Grundlage für die kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung geschaffen werden. Diese neue Form der Hochschulfinanzierung soll an Universitäten die Drop-Out-Rate senken und gleichzeitig die Studiendauer und die Zahl der Abschlüsse erhöhen. Zur Erreichung dieser Ziele bedarf es aber auch der flächendeckenden Einführung von Aufnahmeverfahren, die bereits bisher in stark nachgefragten Studienrichtungen erfolgreich zur Anwendung kommen. Dass Zugangsregelungen nicht automatisch zu einer sozialen Selektion führen, belegen die Daten aus der Studierendensozialerhebung, wonach Fachhochschulen mit entsprechenden Verfahren eine viel bessere soziale Durchmischung aufweisen. Gleichzeitig steigt auch die Verbindlichkeit der Studierenden für einen zügigen Studienfortschritt.

Der Österreichische Akademikerbund begrüßt und unterstützt daher ebenso wie die Österreichische Rektorenkonferenz die Pläne des Wissenschaftsministers zur Einführung einer Studienplatzfinanzierung. In diesem Zusammenhang sind aber auch die Empfehlungen des Wissenschaftsrates als gesetzlich festgelegtes Beratungsgremium zu berücksichtigen, wonach eine bessere Verteilung der Studierendenströme zwischen Universitäten und Fachhochschulen anzustreben ist – jedenfalls aber bei keiner Verringerung der Gesamtstudierendenzahlen.

Positive Maßnahmen zur Weiterentwicklung des österreichischen Wissenschaftsstandortes auch im zweiten Halbjahr kontinuierlich vorantreiben

Der Österreichische Akademikerbund begrüßt die bisherigen Aktivitäten und Neuerungen in diesem Jahr für den Wissenschafts- und Forschungssektor. Lag der Fokus in den Jahren 2014 und 2015 im Bereich Budget und gesetzliche Rahmenbedingungen, konnten heuer wesentliche Erleichterungen für Studierende umgesetzt und wichtige Schritte für die künftige Entwicklung von Universitäten und Fachhochschulen gesetzt werden. Der Präsident des Österreichischen Akademikerbundes, Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel fasst daher zusammen: „Der Akademikerbund begrüßt die bisherigen Maßnahmen, fordert gleichzeitig aber auch weitere Entwicklungsperspektiven, um den Wissenschaftsstandort Österreich bestmöglich für künftige Herausforderungen vorbereiten zu können.“ Die bisherigen Entwicklungen in diesem Jahr sind jedenfalls lobenswert.

Novelle der Studienförderung bringt Erleichterungen für ältere Studierende
Mit der zuletzt im Nationalrat beschlossenen Novelle des Studienförderungsgesetzes wurden bedeutende Maßnahmen für Studierende ab 27 Jahren gesetzt. „Die Erhöhung des Alterszuschlags für mehr als 10.000 betroffene Beihilfenbezieher um monatlich € 30,- wie auch die Anhebung der Studienbeihilfe für Studierende, die noch zu Hause wohnen, stellen wichtige Unterstützungen für ältere Studierende dar,“ fasst Generalsekretär, Mag. Maximilian Richter, die wichtigsten Neuerungen zusammen. Weitere Maßnahmen betreffen die Anerkennung des sozialen Engagements zur erstmaligen Einberechnung des Freiwilligen Sozialen Jahres in die vierjährige Selbsterhalterzeit. Diese Gleichstellung wird auch vom Akademikerbund als erfreuliches und sichtbares Zeichen der Anerkennung des Ehrenamtes als wichtige Säule unserer Gesellschaft gesehen.

Soziale Lage der Studierenden auf einem grundsätzlich guten Weg
Mit der Umsetzung der Novelle des Studienförderungsgesetzes werden zahlreiche Empfehlungen der Hochschulkonferenz berücksichtigt, die von einer eigenen Arbeitsgruppe erarbeitet wurden. Weitere inhaltliche Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung der Studienförderung bietet auch der Bericht zur Sozialen Lage der Studierenden (“SoLa 2015“), der in regelmäßigen Abständen einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Lebenssituation der Studierenden gibt. Dabei zeigt sich in Kernbereichen ein durchaus erfreulicher Trend:
54% aller Studierenden sind Frauen – das kann als positive Konstante und Grundlage für mehr Chancengerechtigkeit und Karrieremöglichkeiten gesehen werden.
21% der Studierenden haben ein Schulsystem außerhalb Österreichs abgeschlossen. Im Vergleichszeitraum zu 2011 ist der Anteil der Studierenden mit Migrationshintergrund um 1/3 gestiegen – die Entwicklung bestätigt, dass Bildung der zentrale Schlüssel für Integration ist.
die grundsätzlich ausgeglichene soziale Durchmischung zeigt sich schließlich dadurch, dass ähnlich viele Studierende aus niedrigen Bildungs- und Einkommensschichten (17%; Pflichtsschul-, Berufsschul-, Lehrabschluss) kommen, wie Studierende aus der höchsten Bevölkerungsschicht (18%; Hochschule). Die restlichen 65% stammen aus mittlerer Schicht (Meister, Matura, Akademie) – somit ist kein Elitensystem ableitbar und trotz Zugangsregelungen haben wir einen breiten Studienzugang.
Eine Evaluierung des Studienförderungssystems durch das Institut für Höhere Studien (IHS) hat schließlich ergeben, dass die österreichische Förderung sozial sehr treffsicher ist, gleichzeitig aber weitere Schwerpunkt-Investitionen notwendig sind, die mit der gegenständlichen Novelle bereits in Angriff genommen werden. Die Treffsicherheit ist aufgrund von weiteren IHS-Schätzungen belegbar, wonach jährlich ca. 1.500 geförderte Personen ihr Studium abgeschlossen haben, die ohne Förderung wahrscheinlich abgebrochen hätten.

Anreize für Hochschulen fördern Wettbewerb und stärken inhaltliche Schwerpunktsetzungen
Mit den Hochschulraumstrukturmitteln werden zusätzliche Anreize geschaffen, um den Universitäten weitere Entwicklungsmöglichkeiten für ihre inhaltlichen Schwerpunkte zu eröffnen. Rund € 100 Mio. werden zu diesem Zwecke im Rahmen von drei Ausschreibungen in der aktuellen Leistungsvereinbarungsperiode in den Bereichen Pädagog/innenbildung, Forschungsinfrastruktur und Verwaltung vergeben. „Es ist erfreulich und absolut zu begrüßen, dass Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner mit diesen zusätzlichen Mitteln ein sichtbares der Unterstützung in zentralen Schwerpunktbereichen der Universitäten setzt. Damit werden sowohl der Wettbewerb als auch die Qualität der Hochschulen gefördert und gestärkt, “ so Maximilian Richter.

Fokus auf strategische Weiterentwicklung von Universitäten und Fachhochschulen verstärken, Projekt „Zukunft Hochschule“ als wichtiger Hebel zur Profilschärfung
Mit dem strategischen Weiterentwicklungsprozess „Zukunft Hochschule“ hat das Wissenschaftsministerium unter Reinhold Mitterlehner ein umfassendes Projekt gestartet, das unter Einbindung der relevanten Stakeholder in unterschiedlichen Arbeitsgruppen jene notwendigen Maßnahmen erarbeiten soll, die für eine innovative Weiterentwicklung der österreichischen Hochschulen von höchster Relevanz sind. Dabei geht es um Profilschärfung, Durchlässigkeit sowie um Entlastung und Ausbau zwischen den betroffenen Sektoren. Die inhaltliche Begleitung erfolgt auch durch den Österreichischen Wissenschaftsrat, wodurch eine zusätzliche Expertise auf nationaler und internationaler Ebene gewährleistet ist.
Der Österreichische Akademikerbund unterstützt alle Initiativen die geeignet sind, den österreichischen Wissenschafts- und Forschungsstandort zu stärken und an die jeweilige fachliche Spitze zu führen. Mit dem Projekt „Zukunft Hochschule“ werden genau die richtigen Bereiche angesprochen, die für die Stärkung der Hochschulen von Relevanz sind. Der bevorstehende Arbeitsprozess wird mit Sicherheit komplex und intensiv, die damit verbundenen Chancen zur gesamthaften und abgestimmten Weiterentwicklung sind aber ungleich höher.

Diese umfassenden Maßnahmen und Initiativen sind aus Sicht des Österreichischen Akademikerbundes uneingeschränkt zu begrüßen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Schwung von allen Verantwortungsträgern im Wissenschaftsbereich auch im zweiten Halbjahr konstruktiv mitgetragen wird.

Wissenschafts- & Forschungsstandort auch 2016 in den Fokus bildungspolitischer Diskussionen rücken

Nach zahlreichen gesetzlichen Neuerungen gilt es die Maßnahmen mit Leben zu erfüllen

Ein grundsätzlich positives Resümee zieht der Österreichische Akademikerbund zu den jüngsten Novellierungen im Universitätsgesetz. Mit neuen Karrierewegen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, diversen Klarstellungen im Umgang mit Universitätsräten und vor allem mit der Weiterführung der bestehenden Zugangsregelungen hat Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner klare Rahmenbedingungen zur Weiterentwicklung des Hochschulsektors definiert. “Wir sind erfreut über diese wichtigen Maßnahmen und hoffen, dass sie auch nachhaltig die hervorragende Qualität an den österreichischen Universitäten heben und die Wettbewerbsfähigkeit im nationalen und internationalen Vergleich stärken”, so Generalsekretär Maximilian Richter. Nunmehr gilt es, diese neuen Rahmenbedingungen mit Leben zu füllen und rasch an den Universitäten umzusetzen.

Nach der Leistungsvereinbarung ist vor der Leistungsvereinbarung
Doch nicht nur im legistischen Bereich gab es mit 2 strukturell tiefgreifenden Gesetzesnovellen wesentliche Weiterentwicklungen, sondern auch in der mittelfristigen inhaltlichen Ausrichtung der Universitäten. Mit dem Abschluss der Leistungsvereinbarungen für die kommenden 3 Jahre wurden die inhaltlichen Weichen für neue Projekte und Vorhaben der Universitäten gestellt. Präsident Christian Menzel zeigte sich erfreut, dass die finanzielle Grundlage, nämlich das Universitätsbudget, um 615 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Mit 9,7 Milliarden Euro und einer Steigerung von 6,8% im Vergleich zur letzten LV-Periode war das Unibudget so hoch wie noch nie.
“Der Wissenschafts- und Forschungsstandort verdient größte Aufmerksamkeit aller verantwortlichen Politikerinnen und Politiker. Denn eine qualitativ hochwertige Ausbildung unserer jungen Nachwuchstalente erfolgt vornehmlich an den Hochschulen. Sie liefern das Rüstzeug für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Daher sind wir es unseren Studierenden ganz einfach schuldig, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Ausbildung zu schaffen”, appellieren die Vertreter des Akademikerbundes mit Blick auf kommende Budgetverhandlungen, damit das 2%-Ziel erreicht werden kann.

Strukturelle und gesellschaftliche Herausforderungen prägen das Land
Trotz der fundamentalen Freiheit der Lehre ist auch die Wissenschaft in gewisse strukturelle Rahmenbedingungen eingebettet. Der Österreichische Akademikerbund möchte sich heuer stärker diesen Strukturen widmen, die sowohl auf gesellschaftlicher wie vor allem auch auf politischer Ebene zu finden sind. Dabei werden kritische Analysen und mögliche neue Denkansätze im Fokus stehen, die sowohl Landes- als auch Bundesebene betreffen. Denn gerade auch die jüngsten Herausforderungen haben vor Augen geführt, dass unterschiedliche organisatorische Strukturen unterschiedliche gesellschaftliche Auswirkungen haben können.
“Die Aufgabenbereiche in diesem Jahr sind somit vielfältig und spannend – der Österreichische Akademikerbund wird sich gemeinsam mit seinen Landesgruppen gerne aktiv in diese wissenschafts- und gesellschaftspolitischen Diskussionen einbringen und einen konstruktiven Beitrag zur Weiterentwicklung des Standortes leisten,” so Präsident Menzel und Generalsekretär Richter abschließend.

Österreichischer Akademikerbund begrüßt Begutachtungsentwurf des Universitätsgesetzes

Planbarkeit für Universitäten durch geregelten Hochschulzugang und attraktive Karrierewege für junge Wissenschaftler/innen stehen im Fokus

Erfreut über die schnelle Umsetzung der erst kürzlich präsentierten Vorschläge zur Weiterführung der Bestimmungen zu zugangsgeregelten Studien zeigte sich der Präsident des Österreichischen Akademikerbundes, Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel. “Mit der befristeten Weiterführung der bestehenden Zugangsregelungen werden für Universitäten und Studierenden faire Rahmenbedingungen geschaffen. Die grundsätzlich positiven Effekte haben sich auch in den Evaluierungsberichten der Expertinnen und Experten bestätigt. Vizekanzler und Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner und sein Team hat diese Empfehlungen rasch verhandelt und unter den bestehenden Rahmenbedingungen bestmöglich umgesetzt”, so Präsident Menzel.

positive Auswirkungen von Zugangsregelungen adaptiert und vereinfacht weiterführen
Bisherige Auswirkungen bei zugangsgeregelten Studien wie bewusstere Studienwahl, geringere Drop-Out-Raten, erhöhte Verbindlichkeit und kürzere dafür erfolgreichere Studiendauer haben sich laut Expertenberichten offenkundig bewährt und sollen auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen. “Damit wird auch eine weitere Stärkung von Qualität in Lehre und Forschung ermöglicht”, so Menzel weiter. Im Gesetzesvorhaben ebenso enthalten ist auch eine Weiterentwicklung der Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP). Damit wird auch Anliegen von Studierenden und Empfehlungen der Expertengruppe entsprochen.

erfreuliche Entwicklung bei Forscherkarrieren zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Weitere Änderungen betreffen die Laufbahnstellen und Stärkung der Mitwirkungsrechte sowie Entwicklung in Richtung durchgängige Karriereperspektive für Nachwuchswissenschaftler/innen. Der Österreichische Akademikerbund begrüßt die Möglichkeit der Überleitung von außerordentlichen Universitätsprofessor/innen und auch assoziierten Professor/innen in die Professorenkurie. Wichtiger ist dabei, dass die Aufnahme nicht automatisch, sondern behutsam und erst nach einem Auswahl- bzw. Qualifizierungsverfahren nach international kompetitiven Standards erfolgen kann, womit auch Qualität und Qualifikation gesichert sind. Dieser wichtige Schritt universitärer Weiterentwicklung wird seit Jahren von unterschiedlichen Seiten empfohlen und bedeutet eine wichtige Umsetzung des aktuellen Regierungsprogramms.

rechtliche Klarstellungen sorgen für Fortschritte bei Universitätsräten und Studierendenrechten
Als ebenso grundsätzlich in die richtige Richtung gehend bewertet der Österreichische Akademikerbund die geplanten Maßnahmen im Bereich der Klarstellung von Regelungen für Universitätsratsmitglieder wie auch für Studierendenrechte. So sollen künftig erweiterte Unvereinbarkeitsbestimmungen für Universitätsräte gelten und eine Obergrenze für Vergütungen eingeführt werden, um keine finanziellen “Ausreißer” zu haben. Das schon bisher bestehende Einsichtsrecht in Beurteilungsunterlagen und Prüfungsprotokolle wird auf Studienwerber/innen ausgeweitet, wobei es künftig auch eine individuelle Rückmeldung geben soll, nicht aber eine Vervielfältigung der Unterlagen. Damit wird auch einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofes entsprochen.

Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen als nächste große Aufgabe
Nach der raschen Vorlage des Begutachtungsentwurfes zum Universitätsgesetz wartet ab Herbst mit den Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten die nächste zentrale Aufgabe für das Wissenschaftsministerium. “Unter realistischer Berücksichtigung der derzeitigen Rahmenbedingungen sowie fairer Verteilung des gestiegenen Universitätsbudgets wird auch in dieser komplexen Thematik ein hoffentlich zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen sein”, so Präsident Dr. Christian Menzel anschließend.

Qualitätsvolle Weiterentwicklung des Österreichischen Hochschulraums durch geregelten Universitätszugang auch in Zukunft sicherstellen

Grundsätzlich gibt es in Österreich unterschiedliche Typen des Hochschulzugangs. Während Pädagogische Hochschulen, Fachhochschulen und Privatuniversitäten jeweils klare Regelungen mit beschränkten Studienplätzen haben, gibt es an öffentlichen Universitäten, wo mit knapp 280.000 Studierenden rund 80% der Gesamtstudierenden inskribiert sind, keine einheitlichen Rahmenbedingungen. In einigen Studienrichtungen bestehen jedoch unterschiedliche Aufnahmeverfahren, die nun auf Grundlage gesetzlicher Verpflichtungen evaluiert wurden und zur Weiterentwicklung anstehen. Gemeinsam mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) hat Vizekanzler und Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner die Evaluierungsberichte und daraus abgeleitete Empfehlungen präsentiert.

Zugangsregelungen belegen grundsätzlich positive Effekte auf Universitäten und Studierende
Gemäß den Evaluierungsschwerpunkten “soziale Zusammensetzung der Studierenden”, “Geschlechterverhältnis” und “Zusammensetzung der Nationalitäten” wurden umfangreiche Untersuchungen vorgenommen, die die Entwicklung der Studierenden seit Einführung der Regelungen behandeln. Dabei hat sich gezeigt, dass trotz eines Rückgangs der Studierendenzahlen in den 14h-Fächern (Architektur, Pharmazie, Informatik, Wirtschaft und Biologie) die Anzahl der Gesamtstudienanfängerinnen und Gesamtstudienanfänger gestiegen ist, was eine teilweise bessere Verteilung der Studierenden zur Folge hatte. Keine nennenswerte Veränderung hat es auch im Hinblick auf die Geschlechterzusammensetzung gegeben. “Im Hinblick auf die Planbarkeit auf Seiten des Universitäten und fairen Rahmenbedingungen für Studierende haben sich die Zugangsregelungen in den 14h-Fächern offensichtlich bewährt. Dies zeigen jedenfalls die Daten im vorliegenden Evaluierungsbericht”, so Präsident Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel. Nun gilt es diese Bestimmungen gemäß den Empfehlungen weiterzuführen und weiterzuentwickeln.

Empfehlungen ernst nehmen und Regelungen behutsam weiterentwickeln
Weniger Studienabbrecher, erhöhte Studien- & Prüfungsaktivität sowie eine deutlich verbesserte Qualität in der Lehre sind Schlussfolgerungen, die in allen evaluierten Bereichen den zugangsgeregelten Studien ein eindeutiges Zeugnis liefern. Gleichzeitig hat der Evaluierungsbericht zur sozialen Durchmischung im Medizinstudium einen gewissen Handlungsbedarf offengelegt. Trotz erfreulicher Tatsachen wie der Steigerung prüfungsaktiver Studierender, einem Anstieg der Studienabschlüsse in Regelstudienzeit und einer Verringerung der durchschnittlichen Studiendauer gibt es bei Studierenden in der Humanmedizin einen deutlich höheren Anteil an Studierenden mit bildungsnahem Hintergrund. “Gerade im Medizinischen Bereich ist aber eine soziale Durchmischung der Studierenden von großer Bedeutung”, so Präsident Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel. “Obwohl diese Studierendenzahlen in Deutschland und der Schweiz noch deutlicher ausgeprägt sind, muss man diese Entwicklung ernst nehmen. Im Hinblick auf eine entsprechende soziale Durchmischung sind die bestehenden Maßnahmen zur Förderung dieser Studierenden daher weiter zu forcieren und auszubauen”.

Faire Rahmenbedingungen für Studierende und Universitäten
Auf Grundlage der eindeutigen Empfehlungen der Evaluierungsberichte zur Weiterführung der bestehenden Zugangsregelungen unterstützt der Österreichische Akademikerbund die ersten politischen Schlussfolgerungen und Ziele von Dr. Reinhold Mitterlehner. Hochschulzugang muss offen, aber darf nicht beliebig sein.
Um sowohl Studierenden als auch Universitäten rasch Klarheit und Planbarkeit geben zu können, wäre es wünschenswert, die Weiterentwicklung des geregelten Hochschulzugangs gesetzlich zu fixieren und möglichst übersichtlich zu gestalten. Neben der gesetzlichen Umsetzung bedarf es aber auch der Forcierung jener Maßnahmen, die eine bessere soziale Durchmischung unterstützen können.

Österreichischen Wissenschaftsstandort qualitätsvoll weiterentwickeln

Wissenschaft-Forschung-Wirtschaft. Unter diesen drei Kompetenzfeldern wird seit einem Jahr Hochschulpolitik betrieben. Nach anfänglich kritischen Stimmen zieht der Österreichische Akademikerbund nach dem ersten Arbeitsjahr eine positive Bilanz. „Mit der Sicherstellung des Forschungsbudgets, dem weiteren Ausbau im Fachhochschulbereich und der finanziellen Absicherung der Universitäten hat Wissenschaftsminister und Vizekanzler Dr. Mitterlehner seine Versprechen gehalten und dem österreichischen Wissenschaftsbereich auch künftig die jedenfalls notwendigen Rahmenbedingungen ermöglicht,“ so Akademikerbundpräsident Dr. Christian Menzel. So ist es besonders wichtig, dass trotz nach unten korrigierter Wirtschaftsdaten und Zukunftsprognosen entsprechende Finanzmittel für Wissenschaft und Forschung gesichert werden konnten. Mit insgesamt mehr als € 1,2 Mrd. für die Jahre 2016 bis 2018 wurde ein starkes und klares Zeichen gesetzt. „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten bedarf es umfassender und vor allem nachhaltiger Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung – den zentralen Zukunftsfeldern für unsere jungen Menschen“, ergänzt Generalsekretär Mag. Maximilian Richter.

Inhaltliche, strukturelle und organisatorische Weiterentwicklung für Internationale Wettbewerbsfähigkeit weiterhin notwendig
Doch nicht nur budgetärere Mittel, sondern auch inhaltliche Schwerpunktsetzungen sind notwendig, um den Wissenschaftsstandort Österreich auch künftig für nationale und internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin attraktiv zu halten und entsprechend auszubauen. Diese inhaltlichen Weiterentwicklungen ermöglicht das Jahr 2015 als Jahr der Leistungsvereinbarungsverhandlungen für die kommende Arbeitsperiode 2016-2018. Gemeinsam haben das Wissenschaftsresort und die einzelnen Universitäten die Chance, bestehende Stärken auszubauen und mögliche Schwächen zu beheben. Aus Sicht des Österreichischen Akademikerbundes sind dabei gesamthaft folgende Punkte zu beachten:

  •  – Umfangreiche Beratung angehender Studierender vor Studienbeginn
  • – Klare, faire und transparente Zugangsregelungen
  • –  Weiterentwicklung von Karrierewegen für junge Forscherinnen und Forscher
  • –  Qualitätsvolle Weiterentwicklung der Lehre
  • – Klares Bekenntnis zum 2%-Ziel unter Berücksichtigung unterschiedlicher Budgetquellen

Abgeleitet von diesen zentralen Eckpunkten ergeben sich für den Akademikerbund eine Reihe unterschiedlicher Handlungsfelder, die die politisch verantwortlichen Personen auf Grundlage des Regierungsprogramms gemeinsam abzuarbeiten haben. Darunter befinden sich auch Bereiche mit vergleichsweise hohem Konfliktpotential, doch unter Zugrundelegung des allgemein gültigen Zieles, nämlich der Weiterentwicklung des österreichischen Wissenschaftsstandortes, ist es absolut notwendig, die davon abzuleitenden Maßnahmen umzusetzen.
Wie auch in den vergangenen Jahren wird der Österreichische Akademikerbund mit seinen einzelnen Landesorganisationen auf unterschiedlichen Ebenen bestmöglich einen Beitrag zur Stärkung von Wissenschaft und Forschung in Österreich leisten und auch weiterhin ein konstruktiv-kritischer Partner sein.

Österreichischer Akademikerbund begrüßt Kontinuität im Wissenschafts- und Forschungsbereich

In einer ersten Reaktion zeigt sich der Präsident des Österreichischen Akademikerbundes, Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel, erfreut über die gestärkte Kontinuität im österreichischen Wissenschaftsbereich: “Die Zusammensetzung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in einem Bundesministerium hat sich bewährt und zu einer kreativen Weiterentwicklung neuer Perspektiven geführt. Der nunmehrige Vizekanzler der Österreichischen Bundesregierung, Dr. Reinhold Mitterlehner, führt mit seiner Entscheidung für ein zusätzliches Staatssekretariat in seinem Ressort diesen erfolgreichen Weg fort.” Aus Sicht des Akademikerbundes gilt es nun auch das in den vergangenen Monaten aufgebaute Vertrauen im Hochschul- und Forschungssektor zu stärken und auszubauen. Dies wird auch notwendig sein, stehen doch mit den Budgetverhandlungen für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2016-18 zentrale Herausforderungen auf der ministeriellen Agenda. Vizekanzler Mitterlehner wird großes Verhandlungsgeschick aufbringen müssen, um die oft zitierte und geforderte Hochschulmilliarde final ins Trockene zu bringen. Ein Teil davon wurde bereits im Frühjahr für den Forschungsbereich erfolgreich ausverhandelt, nun ist der universitäre Teil mit mehr als € 600 Mio. an der Reihe.

Bildung, Wissenschaft & Forschung ins Bewusstsein der Menschen rücken

Doch nur Geld alleine ist zu wenig – es geht auch darum, die große Bedeutung von Wissenschaft und Forschung in der Gesellschaft zu stärken. Besonders rund um die Budgetverhandlungen sollte diese Aufgabe im Fokus aller Hochschulen aber auch auf der Agenda des Bundesministeriums und weiterer Verantwortungsträger stehen. “Gerade in einem Hochlohnland wie Österreich, das über keine nennenswerten Bodenschätze verfügt, ist die Förderung des vorhandenen geistigen Potenzials von größter wissenschafts- und wirtschaftspolitischer Bedeutung. Damit sind unmittelbar Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Wohlstand verbunden”, so der Generalsekretär des Akademikerbundes, Mag. Maximilian Richter. Daher unterstützt der ÖAB die bisherigen Maßnahmen im Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsbereich und spricht sich auch weiterhin für eine gestärkte Zusammenarbeit dieser zukunftsweisenden Bereiche auf Augenhöhe aus.

Österreichischer Akademikerbund begrüßt Novelle zum ÖH-Gesetz

Mit der vom Parlament verabschiedeten Regierungsvorlage zum Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz (HSG 2014) hat Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner ein wichtiges Kapitel des aktuellen Regierungsprogramms im Wissenschaftsbereich erfolgreich umgesetzt.
Erfreut zeigt sich Akademikerbundpräsident Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel vor allem über die konstruktive Art der Zusammenarbeit: “Die erfolgreichen Gespräche mit der Bundes-ÖH und der Aktionsgemeinschaft sowie die rasche Umsetzung dieser Novelle zeigen, was möglich ist, wenn alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel verfolgen. Dieser Weg ist auch für andere Bereiche vorbildhaft”.

Zahlreiche Maßnahmen sollen Wahlbeteiligung schmackhaft machen

Mit einem ganzen Bündel unterschiedlicher Maßnahmen soll ein Anstieg der Wahlbeteiligung bei den nächsten ÖH-Wahlen im Mai 2015 erreicht werden: Direktwahl der Bundesvertretung, Einführung der Briefwahl, Schaffung homogener Vertretungsstrukturen an allen hochschulischen Einrichtungen sowie Einbindung der Studierenden an Privatuniversitäten sind die wichtigsten Punkte. Dennoch hängt die Wahlbeteiligung auch von der gesamten Arbeitsleistung und vom öffentlichen Bild ab,
das die Studierendenvertretung abgibt. Der aktuelle Weg der konstruktiven Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen ist mit Sicherheit vorbildhaft und folglich zu begrüßen.

Präzisierung der Kontroll- und Aufsichtsrechte

Ein ebenso wichtiger Bereich der Novelle ist die Klarstellung der Kompetenzen der Kontrollkommission, die die ordnungsgemäße Gebarung der ÖH nach wirtschaftlichen,
haushaltsrechtlichen und finanziellen Aspekten begleitet und berät. Gleichzeitig wurden die ministeriellen Aufsichtsrechte präzisiert und erweitert. “Die behutsame Schärfung der Kontrollrechte des Bundesministeriums sind zu begrüßen, dienen diese auch einer ordnungsgemäßen Haushaltsführung der Studierendenvertretung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass es zu keinen inhaltlichen Eingriffen in die Arbeit der ÖH kommt“, so Generalsekretär Mag. Maximilian Richter.

Nächste Meilensteine im Wissenschaftsbereich warten

In den kommenden Monaten gilt es für den Wissenschaftsminister nun alle relevanten Interessensvertreter und konstruktiven Partner zu sammeln und für den nächsten Meilensteinvorzubereiten: die Budget-Verhandlungen für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode. Bundesminister Mitterlehner hat bereits im Zusammenhang mit dem Forschungsbereich erfolgreiche Verhandlungen geführt und den Sektor auf stabile Beine stellen, wodurch eine langfristige Planungssicherheit erreicht werden konnte.
Nun gilt es bei den entsprechend verantwortlichen Spitzen jenes Bewusstsein zu schärfen, das notwendig ist, um auch den Universitäten die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die für eine zukunftsorientierte Planung erforderlich sind. Der Österreichische Akademikerbund wird Bundesminister Dr. Mitterlehner bei dieser Kraftanstrengung dabei selbstverständlich unterstützen.

Der Österreichische Akademikerbund spricht sich klar für die Europäische Idee aus

Am 25. Mai 2014 findet in 28 Staaten der Europäischen Union die Wahl zum Europäischen Parlament (EU-Wahlen) statt. Insgesamt werden 751 Europa-Abgeordnete gewählt, die für die kommenden Jahre die Interessen von mehr als 500 Millionen EU-Bürgerinnen & Bürgern vertreten. Rund 18 Mitglieder des EU-Parlaments werden künftig aus Österreich kommen.

In aller Deutlichkeit kann gesagt werden, dass sich das einzigartige europäische Friedensprojekt seit seiner Gründung bewährt hat- Friede und Stabilität konnten durch wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit gefördert werden. Gerade Österreich als kleines Land im geographischen Herzen Europas hat seit seinem Beitritt vor 20 Jahren die Chancen genutzt und von Stabilität, Wirtschaftskraft und Wachstum profitiert:

– 2/3 des Wohlstands in Österreich sind exportabhängig – 80% der österreichischen Exporte gehen nach Europa
– Euro als stabile und starke Währung – auch in finanziell schwierigen Zeiten
– 375.000 zusätzliche Arbeitsplätze durch EU-Erweiterung in Österreich

 

Europäisch denken heißt Europa weiterentwickeln

Die wirtschaftlichen Entwicklungen sind zweifelsohne ebenso evident, wie die Reisefreiheit innerhalb der EU oder als EU-Bürger in Drittstaaten sowie die gestiegenen Angebote im Bildungssektor.

Dennoch gibt es Bereiche, die einer nachhaltigen Weiterentwicklung bedürfen, um die Vorteile der Europäischen Union allen Menschen näher zu bringen. Gleichzeitig müssen wir offen und konstruktiv mit Kritik an und in der EU umgehen.

Der Österreichische Akademikerbund und der europäische Aspekt

Fachliche Kompetenz, langjährige Erfahrung auf europäischer Ebene und Gespür für die Anliegen in Österreich- essentielle Fähigkeiten, die notwendig sind um auf der politischen Bühne in Brüssel erfolgreich bestehen zu können.

Der Österreichische Akademikerbund sieht daher in Othmar Karas den idealen Mann für die Vertretung im Europäischen Parlament – ein behutsames und durchdachtes Abwägen österreichischer Anliegen und europäischer Notwendigkeiten ist dabei ebenso wichtig wie der unmittelbare Draht zum Menschen. Im Gespräch mit ÖAB-Generalsekretär Maximilian Richter unterstreicht der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Othmar Karas diese Haltung: “Ich will Europa besser machen”.

Mit der Obfrau des Akademikerbundes Steiermark, Univ.-Prof. NR Dr. Beatrix Karl, und dem Vorsitzenden des Niederösterreichischen Akademikerbundes, LTAbg. Mag. Lukas Mandl, kann sich der Österreichische Akademikerbund glücklich schätzen, gleich zwei hochkarätige Kandidaten in seinen Reihen zu haben. Fachliche Kompetenz konnten sich beide Kandidaten auf unterschiedlicher Ebene in den vergangenen Jahren aneignen und mehrfach unter Beweis stellen. Die Kandidatur von Beatrix Karl und Lukas Mandl unterstreicht die große Verbundenheit des Akademikerbundes zur Europäischen Ebene und ist gleichzeitig Beispiel für das große Potential das in dieser Organisation steckt, in der sich die Mitglieder gerne ehrenamtlich engagieren.

Der Österreichische Akademikerbund wünscht “seinen” Kandidaten für die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament alles Gute und viel Erfolg!